Menschlichkeit


Der Himmel geht über allen auf


W
er Hunger hat, soll genügend Brot haben, und wer Durst hat, soll seinen Durst löschen können. 

Das sollte bei der vorhandenen Überproduktion zumindest in unseren Gegenden möglich sein. Es geht darum, dass wir den Kuchen gerecht verteilen, bei uns und in der ganzen Welt. Wer sein Brot nicht teilt, muss wissen, dass er damit Gott leugnet. In jedem, der uns die Hand entgegenstreckt, ist Gott gegenwärtig. Was jemand dem Armen verweigert, verweigert er Gott. 
Aber auch das andere gilt: »Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose erblüht, dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut, ja, dann schauen wir heute schon sein Angesicht, in der Liebe, die alles umfängt«.

  



Und es kommt  wohlverstanden - gar nicht auf die religiösen Gefühle an, nicht auf die Zeiten, die wir in Kirchen, Synagogen und Tempeln oder in der stillen Ecke zu Hause verbringen, nicht auf die Meditationszeiten und Gebetsworte, so wichtig das alles für unsere Seelenkultur sein mag.
Wahrhaft entscheidend ist das alles nicht. Entscheidend ist einzig und allein, ob wir unser Brot teilen. Religiös, mit Gott verbunden im Sinne Jesu, sind allein jene, die ihr Brot teilen.


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